#1 Angehörige von Anja 17.08.2009 18:50

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Folgener Artikel gilt für alle Angehörigen Suchtkranker

Co-Abhängigkeit

Alkoholabhängigkeit ist nicht nur ein Problem für die Betroffenen selbst, sondern meist auch für die Familienmitglieder, Freunde und andere nahestehende Personen.

Ungefähr acht Millionen Menschen leben in Deutschland in der so genannten Co-Abhängigkeit. Sie leiden am Anfang oft mehr unter den Folgen der Alkoholkrankheit als der Abhängige selbst. Sie sorgen sich meist sehr um die Gesundheit des Betroffenen und leiden unter den zusätzliche Belastung die in der Familie auf sie zukommen, wie etwa bei der Kindererziehung oder finanzielle Probleme. Probleme bereitet oft auch die gestiegene Gewaltbereitschaft gerade bei männlichen Abhängigen, die auch zu sexuellen Übergriffen führen kann.

Oft verwenden Co-Abhängige viel Energie darauf, die Sucht vor der Außenwelt zu verbergen und dem Familienmitglied allein zu helfen. Die Co-Abhängigkeit wirkt sich daher meist auch gesundheitlich aus und kann zu Symptomen unterschiedlichster Art wie Schlaflosigkeit, Nervosität, Depression, Magenproblemen führen, schlimmstenfalls sogar zur eigenen Abhängigkeit.
Quelle
http://www.onmeda.de

#2 RE: Angehörige von susanne 22.09.2009 16:51

Liebe Anja
Co-Abhängige haben ein sehr grosses Helfersyndrom entwickelt. Ich sehe das jetzt bei mir und vor allem bei meinen Kindern. Die Gefahr das ein betroffenes Mitglied, d.h. ein Kind wieder in eine genau gleiche Beziehung einsteigt ist sehr gross. Co-Abängige haben genau so keine Grenzen wie Abhängige selber. Sie gehen über sich hinaus und genau das ist auch der Grund für, wie Du schreibst diese Krankensymptome. Ich persönlich finde es sehr schwierig diese Co-Abhängigkeit abzulegen. Durch meine Ausbilung zur Diakonin konnte ich teilweise Schritte machen. Ich musste während dem Studium meine eigenen Grenzen spührbar erfahren. Bei mir hat die Co-Abhängigkeit als Kind angefangen, ging über die Eltern zu meinem Ex-Mann bis hin zu den Kindern. Meine Jungen und ich haben eine symbiotische Beziehung.Wenn man seine Grenzen kennen lernen will, ist das wie wenn mann einen süchtigen den Stoff weg nimmt. Das NEIN sagen können wäre ein erster, aber auch schwieriger Schritt. Ich versuche oft meine Gedanken auf die Konsequenz des ja oder nein-sagen zu lenken. Manchmal gelingt es mir, nicht immer. Meine Klienten haben mich das geleehrt. Weil ich weiss, das wenn ich ihr Problem zu meinem mache, ich ihnen nicht helfen kann. Aber in der Familie ist die Hürde sehr viel höher, da die Mitglieder nicht neutral sind und wir ja genauso leiden... Ein komplexes Thema
Susanne

#3 RE: Angehörige von Razielle 17.01.2015 20:43

Ich stecke sehr in der Co-Abhängigkeit.

In dem ich versuche meiner Tochter viele Dinge abzunehmen, weil ich hoffe sie trinkt dann weniger, hänge ich voll drin.
Ich hole sie zum Beispiel ab wenn sie in die Stadt geht weil ich hoffe das sie dann nicht versumpft.

Ihre Wohnung war verschmutzt, so habe ich solange sie beim Entgiften war die Wohnung putzen lassen.
Ich kaufe ein für sie, weil sie sich sonst kaum ernährt, ausser flüssig.

Das ist halt alles nicht normal.

Als sie jetzt ein paar Wochen bei mir wohnte, habe ich alles gemacht für sie, ich konnte sie einfach nicht motivieren, sie lag bis Mittag im Bett.

Und ja ich versuche es vor der Nachbarschaft zu verheimlichen, meiner Tochter ist es ganz wichtig das keiner was merkt, dabei sieht das jeder.

Ich habe zwei Hunde, gehe viel spazieren arbeite allerdings auch viel, auch dabei hilft sie nicht, sie will nicht das sie jemand sieht.

Alles was ich schreibe ist ganz wirr sorry.

#4 RE: Angehörige von Sandra 17.01.2015 23:11

Liebe Razielle

eigentlich finde ich nicht, dass du wirr schreibst.
Ich versteh alles , was du erzählst .

Dadurch das du einsiehst , dass du Co Abhängig
bist, bist du schon auf einem guten Weg .

Wie schwer das alle ist, dass weiß ich.

Du darfst dich aber nicht vollkommen verlieren
in dieser Co Anhängigkeit . Auch du brauchst
dringend Hilfe .

LG Sandra

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