#1 Einen Elterkreis gründen von Anja 06.05.2019 19:09

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Ihr Lieben,

In vielen Städten und Gemeinden gibt es keine Elternkreise/ Selbsthilgegruppen für uns Eltern
Ich besuche seid einiger Zeit hier in Solingen einen Elterkreis für drogengefährdeter und abhängiger Kinder auch mit Doppeldiagnosen.
Durch Forum und diesen Elternkreis bin ich ja auch im Vorstand bei ARWED eingetreten.
Hier ist erst einmal ein Link zu einem Leitfaden wie man eine Selbsthilfe gründen kann und auch Fördergelder beantragen kann.
Nakos.
Morgen bin ich bei einem Termin mit Arwed-NRW dabei und erfahre auch persönlich wie Ihr bei so einer Gründung intervenieren könnt. ( Ich lerne ja noch, lach)
Die Gründerin des Elternkreises in Solingen hat mir erzählt, was für Wege sie gegangen ist und wie einfach es eigentlich ist sich Unterstützung zu holen. Man sollte nur den Mut haben den ersten Schritt zu wagen. Auch wenn am Anfang nicht so viele Eltern zusammen kamen, da das auch erst einmal publik gemacht werden musste, ist der Elternkreis heute nach vier Jahren recht groß geworden. Auch sind dort viele Väter anzutreffen.
Da ich im Moment parallel eine Trauerselbsthilfegruppe leite, merke ich auch wie es helfen kann auch einen analogen Austausch zu haben.
Ich werde in den nächsten Tagen noch etwas dazu schreiben. Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben um Euch da weitere Tipps geben zu können.
Was meint Ihr?

Alles Liebe
Anja

#2 RE: Einen Elterkreis gründen von Ankret 03.09.2019 23:52

Hallo Anja,
habe gerade dein Link gefunden. Danke dafür, ich spiele schon lange mit dem Gedanken einen Elternkreis zu gründen.
Ich glaube mir hätte es auch geholfen. Gerade am Anfang, wenn der Schock so groß ist.
Ich bin auch schon mit einigen Eltern in Kontakt.
Über Tipps wäre ich dir sehr dankbar.

LG Anja

#3 RE: Einen Elterkreis gründen von Anja 05.09.2019 11:23

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Liebe Ankret,

in jeder größeren Kommune gibt eine Selbsthilfekontaktstelle. Dort bekommst Du Unterstützung mit Rat und Tat. Google mal wo und wer das in Deiner Stadt anbietet. Zudem würde ich mich an Suchtberatungsstellen wenden und versuchen die in Kooperation mit ins Boot holen. Caritas zum Beispiel, aber auch andere Einrichtungen wie Drogenberatungsstellen können Dir da hilfreich zur Seite stehen. Leider gibt es in Sachsen noch keinen Landesverband, sodass Du auch Kontakt zum Bundesverband BVEKBundesverband der Elternkreis drogengefährdeter und kranker Söhne und Töchter aufnehmen kannst. Die stehen Dir ebenso zur Seite. Klicke einfach den eingestellten Link an und lese Dich dort durch. Gerne kann ich Dir auch konkretere Fragen beantworten.
Ich wünsche Dir den Mut es anzugehen und viel Erfolg!
Selbsthilfe ist nicht nur der Austausch Angehöriger über die Erkrankung unserer Kinder. Es dient auch zur eigenen Gesunderhaltung und Wohlbefinden. Hier spricht man mit Gleichgesinnten über Sorgen, Nöte und Ängste. Wir nehmen an Veranstaltung und Seminare teil, um uns besser über die Krankheit der Kindern, unseren Umgang mit ihnenund den Umgang mit uns selbst zu informieren. Allein aus diesen Informationen habe ich gelernt die Krankheit meines Sohnes besser zu verstehen und damit umzugehen.

Liebe Grüße
Anja

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