#1 Krankengeldanspruch/Arbeitslosigkeit von Käthe 20.05.2015 09:07

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Hi liebe User(I)nnen.

Habe wegen des Anspruchs auf Krankengeld bzw. Sozialleistungen nochmals gelesen.

Der Anspruch auf Krankengeld richtet sich grundsätzlich nach § 44 SGB V. Hier ist natürlich nur der Gesetzestext erlesbar, die weiteren Ausführungen von Kommentierungen bzw. ergänzenden Dienstanweisungen ergehen daraus nicht, sind jedoch wichtig. Daher die Krankenkasse kontaktieren.

Ist z. B. einem Arbeitnehmer, egal in Voll- oder Teilzeit beschäftigt, oder einem Azubi die Kündigung erteilt worden und dies ggf. während der Arbeitsunfähigkeit oder wird man während der Kündigungsfrist krank, so ist es so, dass dann die Entgeltfortzahlung (maximal 6 Wochen) am Tag des Endes des Beschäftigungsverhältnisses ausläuft und sich der Bezug von Krankengeld anschließt. Dieser Krankengeldbezug ist bis auf ein Maximum von 78 Wochen bei fortdauernder, lückenloser Erkrankung möglich, auch wenn man nicht mehr in einem Beschäftigungsverhältnis ist. Anmerkung: Arbeitslosmeldung ist während dieser Zeit nicht möglich, weil man eben krank geschrieben und nicht arbeitsfähig ist.

Hier mal ein Link diesbezüglich: http://www.kanzleiwehner.de/magazin/krankengeld-bei-kuendigung-abfindung-aufhebungsvertrag/

Arbeitslosmeldung geht nur, wenn man tatsächlich auch arbeitslos ist. Die Arbeitsuchendmeldung bei der Agentur für Arbeit bleibt davon unberührt. Man kann keinen Antrag auf Alg abgeben und bewilligt bekommen, wenn man nicht tatsächlich arbeitslos ist.

Anspruch auf Arbeitslosengeld hat man, wenn man die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt. Das heißt u. a. , während einer zu errechnenden Rahmenfrist bestimmte Beschäftigungszeiträume, in denen man pflichtversichert war (und somit in die Alo-Versicherung einzahlte), abgelegt hat. Auch hier gibt es Besonderheiten, welche zu berücksichtigen sind.
Näheres dazu bringt ein Gespräch bei der Agentur für Arbeit, bzw. dann, wenn man den Antrag auf Alg mit allen Daten, abgeben konnte und dann die Berechnung und den entsprechenden Bescheid erhält. Allerdings ist es ratsam, den Antrag abzugeben und das Ergebnis abzuwarten, bzw. diesen Termin als Gelegenheit nutzen. Der entgegennehmende Bearbeiter ist eigentlich unverzüglich in der Lage, Auskunft über einen eventuellen Anspruch oder eben Nichtanspruch zu geben.

Nähreres dazu bietet der Link: http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI485658

Auch hier gilt wieder, dass es sich um den reinen Gesetzestext handelt, weiterführende Dienstanweisungen und Gesetzeskommentierungen sind im Netz nicht verfügbar bzw. nur unzureichend.

Man kann sich inzwischen online arbeitslos/arbeitssuchend melden. Nähere Details sind auf der Hompage der arbeitsagentur zu finden. Das erübrigt jedoch nicht den Gang zur Behörde. Die Arbeitslosmeldung u. Abgabe des Antrages müssen persönlich unter Vorlage des Personalausweises oder Reisepass mit gültiger Meldebescheinigung erfolgen.

LG Käthe

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